Kleidung aus deutschen, französischen oder US-Shops zu bestellen lohnt sich oft — solange Sie die Schweizer Einfuhrkosten kennen. Auf Textilien gilt der normale MWST-Satz von 8.1%, einen Zoll gibt es auf Bekleidung seit dem 1. Januar 2024 nicht mehr.
Was kostet die Einfuhr von Kleidung?
Massgebend ist die Bemessungsgrundlage aus Warenwert plus Versandkosten. Beträgt die daraus berechnete MWST (8.1%) weniger als 5 CHF, bleibt die Sendung abgabefrei — das entspricht rund 62 CHF Bestellwert. Darüber fallen die MWST sowie die Postverzollung an: 13.00 CHF Grundgebühr plus 3% des Warenwerts. Einen Zoll nach Gewicht zahlen Sie nicht: Seit dem 1. Januar 2024 hat die Schweiz die Industriezölle abgeschafft, und dazu zählen auch Textilien und Bekleidung.
Beispiel: Jacke für 120 CHF
Eine Jacke für 120 CHF plus 10 CHF Versand ergibt 130 CHF Bemessungsgrundlage. Die MWST beträgt 130 × 8.1% = 10.53 CHF — über der 5-CHF-Grenze. Zusammen mit der Postverzollung von 16.90 CHF (13.00 CHF + 3%) zahlen Sie genau 27.43 CHF Zusatzkosten — ein Zoll kommt nicht hinzu. Nutzen Sie den Rechner oben für Ihre konkrete Bestellung.
Häufige Fragen zu Kleidung
Ab welchem Betrag zahle ich Zoll für Kleidung?
Bei 8.1% MWST wird die 5-CHF-Schwelle bei einem Bestellwert (Ware + Versand) von rund 62 CHF erreicht. Darunter ist Ihre Kleidersendung in der Regel abgabefrei.
Gibt es auf Kleidung zusätzlich Zoll nach Gewicht?
Nein. Seit dem 1. Januar 2024 erhebt die Schweiz auf Industriegüter — und damit auch auf Textilien und Bekleidung — keinen Zoll mehr. Auch schwere Sendungen wie Winterjacken tragen nur die MWST und gegebenenfalls die Postverzollung.
Lohnt sich die Rücksendung bei Zollkosten?
Anbieter wie Zalando erstatten bei Rücksendung den Warenwert, die bereits erhobene MWST und Verzollungsgebühr werden jedoch nicht automatisch zurückerstattet. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob die 5-CHF-Grenze überschritten wird.