Aus Italien bestellen Schweizerinnen und Schweizer vor allem Mode, Designartikel und Spezialitäten. Italien hat mit 22% einen der höchsten Mehrwertsteuersätze der EU — umso wichtiger ist, dass diese Steuer bei der Lieferung in die Schweiz wegfällt.
Italienische IVA: 22% sparen
Bei einer direkten Lieferung in die Schweiz ist der Verkauf in Italien als Ausfuhr steuerfrei. Ein korrekt eingerichteter Shop zeigt deshalb nach Eingabe der Schweizer Adresse einen tieferen Preis ohne IVA. Auf den Nettopreis kommt dann die Schweizer MWST von 8.1%.
Rechenbeispiel: Handtasche für 150 CHF
Eine Handtasche kostet netto 150 CHF, der Versand ist gratis. Die MWST beträgt 150 × 8.1% = 12.15 CHF. Die Postverzollung kostet 13.00 CHF + 3% von 150 CHF = 17.50 CHF. Zusammen zahlen Sie 29.65 CHF zusätzlich. Gratisversand hilft also nicht gegen die Verzollung, senkt aber die Bemessungsgrundlage.
Spezialitäten aus Italien
Olivenöl, Pasta und andere Lebensmittel tragen den reduzierten MWST-Satz von 2.6%; die 5-CHF-Grenze liegt dort erst bei rund 193 CHF. Für Wurstwaren, Käse und Wein gelten aber Mengenbeschränkungen beziehungsweise zusätzliche Abgaben. Prüfen Sie solche Bestellungen vorab im Rechner mit der passenden Kategorie.
Häufige Fragen: Italien
Wie hoch ist die Verzollungsgebühr für ein Paket aus Italien?
Die Schweizer Post verlangt für EU-Sendungen 13.00 CHF Grundgebühr plus 3% des Warenwerts inklusive Versand, höchstens 70.00 CHF. Die Gebühr fällt nur an, wenn die MWST 5 CHF oder mehr beträgt.
Fällt auf Mode aus Italien ein Zoll an?
Nein. Seit dem 1. Januar 2024 sind Industriegüter, darunter Kleidung, Schuhe und Lederwaren, in der Schweiz zollfrei. Es bleiben die MWST und gegebenenfalls die Postverzollung.
Kann ich die italienische IVA zurückfordern?
Wird direkt in die Schweiz geliefert, sollte sie gar nicht erst verrechnet werden. Haben Sie sie trotzdem bezahlt, wenden Sie sich an den Shop — eine Rückerstattung setzt einen Ausfuhrnachweis voraus.